Liquids reifen lassen - eine Anleitung

16.10.2017 12:01 | 0 Kommentare

Falls du bereits dein eigenes Liquid mischst oder damit anfangen möchtest (hier findest du einen ausführlichen Artikel zum Liquid selber mischen:  solltest du wissen, dass manche Liquids erst einmal reifen müssen bevor sie ihren vollen Geschmack entfalten oder überhaupt erst genießbar werden. Im englischsprachigen Raum bezeichnet man das Reifen von E-Liquids übrigens auch als “Steeping Liquids”. Als “Steeping Time” bezeichnet der Engländer wiederum die “Ziehzeit” von beispielsweise Tee.

Du siehst also “Liquids reifen lassen” bedeutet nichts anderes als sie “durchziehen” zu lassen damit der volle Geschmack richtig durchkommt.

Du brauchst also nicht gleich den Teufel an die Wand malen wenn dein frisch gemischtes Liquid zunächst einmal nach wenig schmeckt oder nicht so lecker ist wie du dir erhofft hast. In diesem Artikel wollen wir dir einen Überblick über das Liquids reifen lassen geben und dir außerdem einige Tipps und Tricks mit auf den Weg geben, mit denen du den Prozess beschleunigen kannst.   

Der Liquid Reifeprozess

Ein großer Vorteil am reifen lassen von E-Liquids besteht darin, dass du wenig bis gar nichts zu diesem Prozess beitragen musst. Zugucken und ggf. ab und zu schütteln und den Deckel zu öffnen um etwas Luft an den Mix zu lassen reicht eigentlich schon aus. Du solltest lediglich darauf achten die Flasche vor allzu hohen Temperaturen und natürlich direkter Sonneneinstrahlung zu schützen!

Wie lange muss ein Liquid reifen?

Selbstverständlich stellt sich jeder Selbstmischer die Frage “Wie lange genau muss oder sollte mein E-Liquid denn nun reifen bis es den perfekten Geschmack hat?”. Diese Frage können wir leider unmöglich pauschal beantworten und zwar aus folgenden Gründen:

  • Wann ein Geschmack als perfekt wahrgenommen wird unterscheidet sich von Person zu Person. Was der Eine als würzig empfindet mag dem Anderen als viel zu lasch erscheinen.

  • Es hängt stark von den verwendeten Aromen ab wie schnell oder langsam ein Liquid “fertig” gereift ist. Während beispielsweise Liquids mit Menthol- oder Zitrusaromen schon direkt oder nach wenigen Tagen gut schmecken kann es bei anderen Aromen mehrere Wochen dauern bis diese gut durchgezogen sind.

Da uns bewusst ist, dass dir diese Antworten als Anfänger natürlich wenig nutzen und du erst eigene Erfahrungen mit dem Reifeprozess verschiedener Liquids sammeln musst um “deine” perfekte Reifezeit zu ermitteln, möchten wir es dir etwas leichter machen: Auf den Aromaflaschen vieler Hersteller befindet sich neben der empfohlenen Dosierung häufig auch eine Empfehlung zur Reifedauer.

Da die Hersteller über viele Erfahrungen mit ihren eigenen Aromen verfügen kannst du dich am Anfang gerne an diesen Empfehlungen orientieren. Ein weiterer Tipp von uns: Probiere das Liquid zwischendurch ruhig immer mal wieder - so bekommst du ein besseres Gefühl für den Reifeprozess.

Wie lasse ich mein Liquid schneller reifen?

Möchtest du das Liquid reifen beschleunigen? Dies ist nur verständlich - schließlich möchte man nicht ewig warten bis man sein eigenes Liquid genießen kann! Tatsächlich kannst du das Liquid wirklich schneller reifen lassen. Dies funktioniert folgendermaßen:

  • Kurzzeitig im Wasserbad erhitzen. Hiermit meinen wir ein Wasserbad im Topf, wie man es beispielsweise zum Schmelzen von Kuvertüre für Kuchen benutzt. Keinesfalls sollte das Wasser dabei kochen. Kurzzeitiges Erhitzen funktioniert übrigens nicht nur im Wasserbad: Du kannst das Liquid auch beispielsweise auf die Heizung stellen oder selbst kreativ werden. Einige Mutige berichten sogar davon, dass sie ihr eigenes E-Liquid für fünf Sekunden in die Mikrowelle stellen um es reifen zu lassen. Hierbei möchten wir allerdings auch zu bedenken geben, dass zuviel Hitze den Geschmack deiner Mischung auch komplett verderben kann.

  • Mit dem Milchaufschäumer durchrühren. Nicht nur Hitze, sondern auch regelmäßiges und / oder starkes Rühren kann den Reifeprozess beschleunigen. Schließlich werden die einzelnen Bestandteile so schneller und sorgfältiger durchmengt.  



 

Die Vorteile am Liquids reifen lassen

Der wohl deutlichste Vorteil am Liquid reifen lassen steckt schon im Wort “reifen”. Genau wie eine unreife Frucht oder ein guter Wein brauchen einige Aromen etwas länger bis sie sich im selbstgemischten Liquid voll entfalten können und deine Kreation zu einer leckeren Geschmacksexplosion werden lassen. Auch ein Gulasch, einen Nudelsalat oder ein Chili lässt du in der Küche aus demselben Grund durchziehen - der gute Geschmack soll sich gleichmäßig in der gesamten Masse bzw. Flüssigkeit ausbreiten.

Übrigens musst du dir keine Sorge machen wenn sich dein selbstgemixtes E-Liquid während des Reifeprozesses farblich verändert: Dies bedeutet nämlich nicht, dass es schlecht geworden ist, sondern ist bei einer Vielzahl von Aromen sogar ganz normal.

Falls du beim Mischen allerdings nicht sauber und steril gearbeitet hast kann dein selbstgemischtes Liquid leider tatsächlich “umgekippt”, also schlecht geworden sein. Dies führt uns zur abschließenden Frage dieses Artikels.  

Kann ein Liquid schlecht werden? Und wie erkenne ich dies?

Wie eben bereits erwähnt kann Liquid leider tatsächlich schlecht werden. Nun ist es sicher kein Beinbruch wenn dies mal geschieht und man eine kleine Menge E-Liquid entsorgen muss. Was es jedoch zu vermeiden gilt, ist, dass dieses schlechte Liquid den Weg in deinen Verdampfer findet und du es inhalierst.

Daher ist es wichtig zu wissen woran du schlechtes Liquid erkennst. Glücklicherweise ist dies recht einfach: Wenn du Stückchen oder Schlieren im Liquid schwimmen siehst gehört es im Regelfall in den Müll. Selbiges gilt wenn etwas auf der Oberfläche schwimmt oder das Liquid stinkt. Im Zweifelsfall solltest du deinen Mix lieber wegkippen anstatt für die geringen Herstellungskosten deine Gesundheit zu riskieren.

So kannst du dein E-Liquid später lagern

Um möglichst lange Freude an deinen selbstgemischten Liquids zu haben solltest du diese generell stehend, relativ kühl (manche Dampfer schwören sogar auf eine Lagerung im Kühlschrank!) und möglichst dunkel lagern. Stark wechselnde Temperaturen sind der Feind eines jeden Liquids.
 


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