Das Selbstwickeln

18.12.2019 18:15 | 0 Kommentare

-Selsbtwickeln mit Anleitung für Anfänger-

Was ist Selbstwickeln?

Als Selbstwickeln bezeichnet der Dampfer das "selber Herstellen der Verdampferköpfe" eines Tanks.

Ein Tank hat ja immer eine Verdampfereinheit (Auch Verdampferkopf / Coil genannt). Diese besteht zumeist aus einem (oder mehreren) Draht und aus Watte.

Bei Fertigcoilern, also Tanks, bei denen die Verdampferköpfe Industriell hergstellt werden, tauscht man die verbauchten Coils einfach gegen neue Verdampferköpfe aus der vorher gekauften Packung aus. Diese Verdampferköpfe sind maschinell gefertigt und halten in der Regel zw. null und vier Wochen. Je nachdem, wie man mit seinen Verdampfern umgeht, welches Liquid man dampft und und und.

Bei Selbstwicklern sieht das aber anders aus. Ein Selbstwickler tauscht nicht einfach nur eine Coil aus. Ein Selbstwickler erneuert häufig, in kurzen Abständen, die Watte. Vorher hat er sich einen Draht zu einem Coil gewickelt und ihn in seinen Selbstwickler eingebaut.

gewickelte Drähte (coils) ohne Watte

Was ist das Besondere am Selbstwickeln?

Das Selbstwickeln bringt viele Vorteile. In erster Linie sind Selbstwickler aber überzeugt vom Geschmack. 

Mit den richtigen Drähten bestückt, dem richtigen Selbstwickel-Tank und der richtigen Watte im Einsatz, hat kaum ein Fertigcoil Verdampfer geschmacklich eine ernsthafte Chance gegenbüber eines Selbstwicklers.

Der richtige Draht spielt aber eine Entscheidende Rolle:

Drähte mit mehr Fläche, können mehr Liquid aufeinmal verdampfen. Dadurch kann man mehr Geschmack auf einmal produzieren.

Was gibt es für unterschiede beim Selbstwickeln?

Es gibt grundsätzlich ZWEI unterschiedliche Systeme:

  • RTA - Rebuildable Tank Atomizer
  • RDA- Rebuildable Dripping Atomizer

RTA- Ein RTA ist ein abgeschlossenes Tanksystem. Ein normaler Tank also. Hier befüllst du dein Liquid einmal, schließt den Tank und dampfst so lange, bis das Liquid im Tank verbraucht  ist.Was ihn jedoch von "normalen" Tanks unterscheidet, ist seine Selbstwickelfähigkeit. 

RDA- Ein RDA ist ein offenes Tanksystem. Hier kannst du nicht einfach den Tankdeckel öffnen und  dein Liquid befüllen, weil ein RDA kein abgeschlossenes Tanksystem ist. RDA's werden betröpfelt. Das heist: Man tröpfelt immer nur so viel Liquid auf die offen liegende Wicklung (Watte und Draht), wie man auch dran ziehen              möchte. Meistens sind das 3-5 Züge.

Wie wickelt man?

Jetzt wissen wir schonmal, was Selbstwickler sind und wie sie funktionieren. Nun geht es ans Eingemachte: Das Wickeln!

Ausrüstung / Equipment

Selbstwickler haben unterscheidlichste Ausrüstungen. Zu den wichtigsten gehören außer Draht und Watte noch ein Schraubendreher oder Imbusschlüssel, eine Schere, eine Zange, Ein Ohmmessgerät (ein einfacher Akkuträger macht's auch), eine Pinzette und ein Micro Coil Jig. Mit letzterem kannst du den Druchmesser deines Drahtes verkleinern oder anpassen.

Schritt 1)

Zunächst einmal ist es wichtig zu wissen, ob der Selbstwickler mit einem, zwei oder auch mit drei oder vier Drähten ausgestattet werden kann. Je nachdem wählt man seine Drähte sorgfältig aus.

Was man bei mehreren Drähten beachten sollte ist, dass sich der Gesamtwiderstand mit der Anzahl der Drähten verringert.

Ein kurzes Beispiel:

DU hast einen Draht mit einem Widerstand von 0,6 OHM. Jetzt nimmst du exakt den selben Draht dazu. Dieser hat auch einen Widerstand von 0,6 OHM. Wenn du jetzt beide Drähte in deinen RTA / RDA einbaust, halbiert sich der Widerstand von 0,6 Ohm auf insgesammt 0,3 Ohm.

Wenn du 3 Drähte einbaust und alle Drähte haben einzeln einen Widerstand von 0,6 OHM, so drittelt sich der Widerstand auf 0,2 OHM und so weiter.

Also wieder Zurück. Wähle den richtigen Draht. Wickel ihn (wenn noch nicht geschehen zu einer Spule) und setze ihn in die dafür vorgesehen Pole in deinem Selbstwickler.

Nun führst du deinen Micro Coil Jig mit dem gewünschten Durchmesser durch den Draht, lässt den Micro Coil Jig im Draht und schraubst die Pole (mit den Drahtenden eingeklemmt) zu/fest.

Schritt 2)

Nachdem der Draht festverschraubt ist, wird er nun Ausgerichtet. Der Draht sollte "Gerade", zentral und "Eben" liegen. Er sollte nicht quer, verbogen oder uneben im Tank eingebaut sein.

Mit dem Micro Coil Jig kann man den Draht sehr gut ausrichten. Achte dabei immer darauf, dass die richtige Durchmesser Ebene des oil Jigs gewählt ist. Durch Ziehen und Zerren richtet man den Draht nun aus.

Schritt 3)

Wenn der Draht nun ausgerichtet ist, gerade und zentral liegt und am besten immer direkt an (NICHT DIREKT AUF ODER IN) der Airflow postiert ist, wird er nun "ausgeglüht".

Ausglühen ist das "in's Leben rufen des Drahtes". Der rohe Draht erhält seine spezifischen Eigenschaften erst nach Erhitzen. Sprich: Du musst deinen Draht erstmal befeurn (am besten auf geringer Watt stärke) und so langsam zum Glühen bringen.

Dabei erkennst du sogenannte Hotspots im Draht. Das sind kleine Kurzschlüsse im Draht und geben sich als helle "Blitze" auf der Drahtoberfläche im glühenden Zustand zu erkennen.

!ACHTUNG!

Hotspots musst du immer entfernen. Wie entfernt man Hotspots? 

Hotspots entfernst du am besten, in dem du mit einer Pinzette (am besten eine Keramikpinzette, da diese kein Strom leitet) über diesen streichst, sobald du ihn durch aufglühen des Drahtes entdeckst.

Entfernst du die Hotspots nicht, wirst du später beim Dampfen merken, dass dein Liquid verbrannt schmeckt, weil deine Watte an den Stellen, wo Hotspots ihr unwesen treiben, angekokelt wird.

Schritt 4)

Nachdem dein Draht nun fertig ausgerichtet und ausgeglüht ist, wird nun die Watte durch den Draht gefädelt. Dabei sollte auch drauf geachtet werden, dass nicht zu viel und nicht zu wenig Watte genommen wird. Zu viel Watte bewirkt das schnelle ankokeln der Watte. Der Draht glüht schnell auf, das Liquid quält sich durch zu viel Watte und kommt nicht hinterher, so dass sie meistens schnell trocken läuft.

Zu wenig Watte führt oft zum "Spritzen". Unangenehmes, warmes Liquid auf der Zunge.

Schritt 5)

Das Andampfen. Nachdem du alle Schritte gemeistert hast, kannst du jetzt die Watte mit Liquid benetzen. Dadurch saugt sie sich mit Liquid voll und wird feucht. Das ist imens wichtig. WATTE MUSS IMMER FEUCHT SEIN!

Nachdem die Watte feucht ist, kann man un auf unterer Wattzahl den Draht kurz zum aufglühen bringen. Danach nochmal mit Liquid benetzen, die Wattzahl ein bisschen hoch fahren und nochmal befeuern...Dieses Prozedere

macht man 4-5 Mal, bis richtig gedampft werden kann.

Das war natürlich keine super ausführliche Anleitung, weil das zu viele Buchstaben wären und auch zu viel unhandliche Theorie die Lust am Wickeln zerstört.

Schau dir doch einfach mal das Video dazu an und lerne von einem Meister :)


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